Ausbildung und Erfahrungen als Basis für die Nanny-Tätigkeit

Die fundierte Ausbildung über die sie verfügt, sollte im Bereich der Kinderbetreuung angesiedelt sein. Vorzugsweise hat sie bereits als Kinderpflegerin, Erzieherin, Therapeutin oder Sozialpädagogin gearbeitet und nachweisbar Berufserfahrung. Im Zuge ihrer Ausbildung sollte eine Nanny strukturiertes Arbeiten erlernt haben und Mittel zur Förderung der kreativen und intellektuellen Fähigkeiten der von ihr betreuten Kinder kennen und umsetzen können. Außerdem ist für eine Nanny pädagogische Versiertheit oder sogar eine Ausbildung in diesem Bereich von Vorteil. Durch Zusatzausbildungen angeeignetes Organisationswissen, gepaart mit Einfühlungsvermögen und konsequentem Verhalten wird der Nanny ermöglichen, auch in einer lebhaften Familie den Überblick nicht verlieren.
Erfahrungen und entsprechende Referenzen der Nanny sind ebenfalls zu überprüfen. In einigen Fällen weist die Nanny zwar keine spezifische Ausbildung in diesen Bereichen vor, verfügt aber stattdessen über umfassende Erfahrungen im Umgang mit Kindern, weil sie beispielsweise ein Mutterersatz für die eigenen Geschwister war oder aber selbst Mutter ist. Im Idealfall hat sie zusätzlich zu ihrer Ausbildung weiterbildende Seminare mit qualifiziertem, zertifiziertem Abschluss absolviert. Lehrgänge als Form der ergänzenden Ausbildung decken z.B. alle Themenspektren ab, mit denen Nannys im Bereich der Kinderbetreuung in der täglichen Praxis konfrontiert werden können. Diese Ausbildungsgänge werden in Verbindung mit wissenschaftsbasierten Programmen konzipiert.

Nanny und Junge

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Durch eine fundierte Aus- und Weiterbildung zur Super-Nanny werden

Spezielle Akademien bieten außer Intensiv- und Wochenendseminaren auch individuelle Supervisionen und Coachings – rund um den Beruf und die Ausbildung der Nanny in einem Privathaushalt – an. Zum Ausbildungsspektrum gehören unter anderem häusliche Neugeborenen-Pflege, professionelle Reisebegleitung und stressfreier Umgang der Nanny mit Kindern. Eine Qualifizierung über diesen Weg der Weiterbildung ist einer Nanny in jedem Fall anzuraten.
Jede Nanny sollte einen Nothelferkurs am Kleinkind absolvieren und mit Zertifikat abschließen. Im Zuge dieser Ausbildung wird sicheres Handeln im Umgang mit Kindern in Notfallsituationen vermittelt. Der Fokus dieser Zusatz-Ausbildung liegt auf der Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen bei ansprechbaren und auch bewusstlosen Kindern. Die Nanny erlangt hier auf Basis der aktuellsten Richtlinien für Erste Hilfe praktisches Wissen u.a. zu den Themen: Gefahren in Wohnung und Haus, Wiederbelebung, Sturz vom Wickeltisch, Fremdkörper verschlucken und Stromschlag.

Die Nanny in ihrer Funktion als „Ersatzmami“

Da eine Nanny in der Praxis meist mehr Zeit mit den Kindern des Hauses verbringt als deren Eltern, die möglicherweise ganztags berufstätig sind, hat die Nanny in gewisser Weise auch einen erzieherischen Auftrag, der zwar nicht unbedingt eine abgeschlossene Ausbildung, jedoch pädagogische Kenntnisse oder zumindest psychologische Erfahrungen im Umgang mit Kindern voraussetzt. Als direkte und enge Bezugsperson der Kinder muss die Nanny nicht nur Freude am Umgang mit Babys, Klein- oder Schulkindern haben und die notwendige Ruhe und Geduld für sie mitbringen, sondern auch die Interessen der Kinder kennen und kompetent teilen und ausbauen können. Um ihrer Verantwortung als Nanny gerecht zu werden, ist absolute Sicherheit im Umgang mit Kindern erforderlich. Neben der Fähigkeit der Nanny, die Kleinen trösten zu können, Liebe und Nähe zuzulassen, als Nanny ein vertrauenswürdiger Partner für die Kinder zu sein und Verlässlichkeit auszustrahlen, gehört für eine Nanny auch ein gehöriges Maß an Autorität zum täglichen Umgang und die Charakterfestigkeit der Nanny, auch in Stresssituationen die richtigen und entsprechenden Entscheidungen zu treffen.
Die Voraussetzungen, die eine Nanny – zum Wohle des Kindes – mitbringen oder sich aneignen sollte, werden in den wenigsten Fällen bereits bei Antritt der Nanny-Tätigkeit komplett vorhanden sein, besonders wenn es sich um eine sehr junge Nanny handelt, der es zwangsläufig noch an entsprechender Lebenserfahrung fehlt. Deshalb wird empfohlen, auch persönlichkeitsbildende Seminare und weiterführende Lehrgänge über Kinderpsychologie zu besuchen und die Ausbildung damit zu erweitern. Kenntnisse über Verhaltenstraining, Rhetorik, Motivations- und Kreativitätstechniken sind nicht nur für die Aufgabe als Nanny sinnvoll und zielfördernd, sondern dienen auch der Ausbildung ihrer eigenen Persönlichkeit.

Neben einer Nanny gibt es auch zusätzliches Hauspersonal, wie ein Privatkoch oder ein Butler, die im Haushalt unterstützende Aufgaben übernehmen.

Sprachen-Ausbildung – ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist

Ein weiteres Ausbildungsfeld ist für Nannys, die aus dem Ausland kommen, im Ausland arbeiten werden – weil die Familie möglicherweise aus geschäftlichen Gründen auf Zeit dort leben wird – oder für Nannys, die in einer Familie eingesetzt werden, die mehrsprachig ist – die Sprache. Spezielle Sprachschulen bieten zur Vertiefung der vorhandenen Sprachkenntnisse oder zum Erlernen einer weiteren Fremdsprache regelmäßige Kurse an, die diese Nannys im Zuge ihrer Ausbildung besuchen sollten. Der Arbeitgeber wird die Nanny – in vorgenannten Fällen – mit Sicherheit dabei unterstützen und ihr ausreichend Zeit für diese Zusatzausbildung einräumen.
Werden vorhandene Sprachbarrieren ausgeräumt, erleichtert das die Kommunikation mit der Familie und ermöglicht eine schnellere Integration der Nanny in das Familienleben. Auch ihren verschiedenen Aufgaben bei der Kinderbetreuung kann die Nanny optimaler nachkommen, wenn es keine sprachlichen Kommunikationsprobleme mit den Kindern gibt. Bei einem Auslandseinsatz wird sie sich mit entsprechenden Sprachvorkenntnissen bei ihren täglichen Aufgaben schneller verständlich machen und schneller ins soziale Umfeld einfügen können. Ihre Akzeptanz als Nanny in Kita und/oder Schule des Gastlandes ist damit weitaus problemloser. In einem Haushalt, in dem die Familienmitglieder mehrsprachig kommunizieren, wird eine Nanny, die „mitreden kann“, weil sie diese Komponente klug in ihre Ausbildung einbezog, nicht nur Hochachtung bei den Kindern ernten, sondern auch bei den Eltern.
Die selbst forcierte und initiierte Ausbildung und zusätzliche Weiterbildung sollte eine Nanny aus allen vorgenannten Gründen deshalb nie aus den Augen verlieren.
Oder, um mit Gerhardt Hauptmann zu sprechen:
„Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden.“

Haben Sie schon einmal etwas von einer Ausbildung zur „Norland Nanny“ gehört?

Norland Nannys sind hoch qualifizierte Spezialistinnen in Sachen Kinderpflege und Kindererziehung. Sie haben ein Studium am Norland College, der einzigen Schule Großbritanniens, die per Diplom zur Kinderbetreuerin ausbildet, absolviert. Ihre Exklusivität zeigt sich nicht nur durch ihr exzellentes Wissen, sondern auch in ihrem Auftreten in stets makellosem College Casual Wear, ohne Make up und mit gepflegten Frisuren.“Norlander“ arbeiten nach ihrer Ausbildung traditionell hauptsächlich für die Prominenz.
Bereits im Jahr 1892 begann man – damals in London – junge Damen als Nanny in professioneller Kinderbetreuung auszubilden, weil man die Kinder in den viktorianischen Haushalten nicht ungeschultem Dienstpersonal überlassen wollte. Neben dem notwendigen Wissen vermittelte man während der Ausbildung auch Loyalität, Selbstlosigkeit, Disziplin und Integrität. An diesen Prinzipien hat sich bis heute nichts geändert. Vielmehr wurden sie erweitert um eine pädagogische Ausbildung und das Erlernen von modernem Familienmanagement.