Sie haben eine Haushaltshilfe, sind aber nicht so richtig zufrieden mit Ihrer Wahl? Es gibt zahlreiche Gründe, warum die Arbeit mit einer Haushaltshilfe nicht zur Zufriedenheit ablaufen kann. Hier einige Gründe dafür und Tipps, was zu tun ist.

Haushaltshilfe hat etwas gestohlen

Der schlimmste Fall, der bei der Beschäftigung einer Haushaltshilfe eintreten kann, ist Diebstahl. Fällt Ihnen auf, dass nach dem Putzen etwas in der Wohnung fehlt, sollten Sie zuerst überlegen, ob es wirklich gestohlen sein könnte oder eventuell nur verlegt. Denn, steht der Vorwurf des Diebstahls erst einmal im Raum, wird die Situation für Arbeitgeber und Haushaltshilfe schnell unangenehm. Doch wenn Sie sich absolut sicher sind, dass ein Diebstahl begangen wurde, ist natürlich das Vertrauensverhältnis zerstört und das Beschäftigungsverhältnis kann in den meisten Fällen fristlos gekündigt werden. Streitet die Haushaltshilfe den Diebstahl ab und Sie können es nicht beweisen, können Sie zumindest das Arbeitsverhältnis in der erlaubten Frist per Kündigung beenden.

Wichtig ist, dass Sie im Fall eines unklaren Diebstahlverdachts zunächst vorsichtig nachfragen, ob eventuell etwas aus Versehen weggeräumt wurde und Sie es möglicherweise nur nicht finden können. Handelt es sich um wirkliche Wertgegenstände, die verschwunden sind, sollten Sie den Verdacht allerdings offen ansprechen und evtl. auch eine Anzeige bei der Polizei erstatten.

Haushaltshilfe arbeitet nicht richtig?

Natürlich weiß man bei der Einstellung einer Haushaltshilfe noch nicht genau, ob sie die Arbeit wirklich dauerhaft zu Ihrer Zufriedenheit erledigen wird. Selbst wenn Sie sie vor der Einstellung einen Tag zur Probe arbeiten lassen, ist es nicht gesagt, dass diese Haushaltshilfe dieses Level auch dauerhaft halten kann. Sind Sie mit Ihrer Haushaltshilfe unzufrieden, sollten Sie zunächst auf die Dinge hinweisen, die Sie besser erledigen soll und ihr genau sagen, wie Sie sich das im Detail vorstellen. Viele Auftraggeber haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, die eine Haushaltshilfe erst einmal verinnerlichen muss. Helfen diese Hinweise nicht aus, sollten Sie der Haushaltshilfe erneut mitteilen, dass Sie sich die Qualität der Arbeit anders vorstellen und ihr eine Frist einräumen, zu der Sie das endgültig umsetzen sollte. Werden Ihre Forderung auch dann nicht erfüllt, ist eine Trennung bzw. Beendigung des Arbeitsverhältnisses eventuell sinnvoller, als sich regelmäßig zu ärgern.

Haushaltshilfe ist andauernd krank?

Jede Haushaltshilfe kann mal krank werden, ein Baby erwarten oder einen Unfall haben. In allen Fällen ist es erlaubt, die Beschäftigung bei Ihnen ohne Folgen zu unterbrechen. Erst wenn die Haushaltshilfe ständig krank ist und sogar ohne Krankmeldung fehlt, sollten Sie ein klärendes Gespräch führen und können auch eine Abmahnung aussprechen.

Haushaltshilfe ist unsympathisch?

unsympatische Haushaltshilfe

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Arbeitet jemand regelmäßig in ihrem privaten Haushalt, sind es auch die Faktoren Zuverlässigkeit und Sympathie, die man beim Einstellungsgespräch berücksichtigt. Schließlich möchte man Menschen, die man überhaupt nicht mag, nicht in den eigenen vier Wänden wissen. Wenn Sie während der Tätigkeit der Haushaltshilfe nicht anwesend sind, ist der Sympathiefaktor eigentlich weniger wichtig, wenn das Arbeitsergebnis insgesamt stimmt. Bei mehr Kontakt, vielleicht zur ganzen Familie und den Kindern im Rahmen einer Haushaltshilfe und Nanny, sollte aber auch die Chemie stimmen. War Ihnen die Haushaltshilfe zwar bei der Einstellung sympathisch, ist es aber später im Arbeitsverhältnis nicht mehr, können Sie aus diesem Grund natürlich keine Kündigung aussprechen. Beschränken Sie dann einfach den Kontakt auf ein Minimum und versuchen Sie, einen möglichst professionellen Umgang mit der Haushaltshilfe beizubehalten.

Haushaltshilfe rechnet zu viel ab

Fällt Ihnen auf, dass Ihre Haushaltshilfe für Ihre Tätigkeiten zu viel abrechnet oder nicht die vereinbarten Stunden einhält? Oder ohne Bescheid zu sagen früher geht oder ähnliches, wird es ebenso Zeit für ein klärendes Gespräch. Sprechen Sie Ihre Haushaltshilfe am besten persönlich an, wenn Sie den Eindruck haben, dass die geleistete Arbeit nicht mehr den Vereinbarungen und der Bezahlung gerecht wird. Eventuell handelt es sich um ein Missverständnis seitens der Haushaltshilfe, weil Sie keine klaren Vorgaben festgelegt haben. Kommt dies aber nach Festlegung der genauen Vereinbarungen wiederholt zu fehlerhaften Abrechnungen oder zu wenig geleisteten Stunden, können Sie das Arbeitsverhältnis auch beenden und sich am besten eine Haushaltshilfe über eine professionelle Agentur für Hauspersonal suchen, die zumeist zuverlässiger sind.