Für die eigenen Kinder wünschen sich Eltern nur das Beste. Aus diesem Grund soll selbstverständlich auch eine Nanny, welche die Betreuung des Nachwuchses übernimmt, alle wünschenswerten Eigenschaften für die Kinderbetreuung in einer Person vereinen. Doch wie erkennt man eine gute Nanny? Hier zählen viele, sehr unterschiedliche Kriterien. Vier von den vielen Kriterien, die bei der Wahl einer Nanny eine Rolle spielen könnten, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Berufliche Qualifikation inklusive Weiterbildungen

Anders als es manch ein Laie vermuten mag, erfordert der Umgang mit Kindern sehr viel Fachwissen. Eine Nanny trägt schließlich eine große Verantwortung – unter anderem dafür, dass es dem Kind während der Betreuung an nichts mangelt, es geschützt vor Gefahren ist und in einem liebevollen Umfeld aufwächst.
Auch eine gute Nanny bringt dementsprechend in der Regel eine berufliche Qualifikation mit. Diese sollte gute Grundlagen für ihre spätere Tätigkeit in der Familie bieten. Einen staatlichen Ausbildungsberuf mit der Bezeichnung „Nanny“ gibt es in dieser Form hierzulande allerdings nicht. Dafür existieren aber Berufsbilder wie diejenigen der Erzieherin, Kinderpflegerin, Kinderkrankenschwester etc. Personen mit einer solchen oder ähnlichen beruflichen Vorbildung könnten gute Voraussetzungen mitbringen, um als Nanny zu arbeiten. Durch die gebotene Vielfalt der beruflichen Qualifikation können Eltern bei Bedarf auch den Eignungen besondere Bedeutung beimessen, die sie für die Betreuung ihrer Kinder für unverzichtbar halten. Gilt es etwa, ein Kind mit gesundheitlichen Herausforderungen zu betreuen, könnte eine Nanny mit pflegerischer Qualifikation eine mögliche Wahl sein.
Bei der Nannyauswahl könnte sich zudem ein Blick darauf lohnen, ob die Bewerberin bereits Weiterbildungen absolviert hat. Diese stellen zum einen grundsätzlich unter Beweis, dass die potenzielle Nanny sich gerne mit neuen Themen aus ihrem Berufszweig auseinandersetzt. Zum anderen können einzelne Weiterbildungen im Idealfall auch exakt diejenigen Ansprüche abdecken, welche die Eltern an eine Nanny neben einer Basisqualifikation stellen.

Berufserfahrung und Referenzen

Ideal erscheint es, wenn eine Nanny bereits über Berufserfahrung verfügt. Ist dies der Fall und kann die Berufserfahrung sogar noch mit positiven Referenzen belegt werden, stehen die Chancen gut, dass sie routiniert ihrer Arbeit nachgehen kann. Die Nanny, die schon in anderen Familien gearbeitet hat, hat schließlich mit Sicherheit schon viel erlebt und Strategien entwickelt, mit denen sie auch in herausfordernden Situationen das Heft in der Hand behält.
Dass Berufserfahrung und positive Referenzen bei der Wahl einer Nanny willkommen sein sollten, sollte aber nicht dazu führen, dass Berufseinsteigerinnen von vornherein ausscheiden. Auch sie könnten schließlich wunderbare Talente in Bezug auf eine verantwortungs- und liebevolle Betreuung von Kindern sein. Häufig handelt es sich bei Berufseinsteigerinnen zudem um noch recht junge Frauen, die möglicherweise aufgrund ihres geringeren Alters auch einen besonders guten Draht zu der Jugend haben. Dies kann – je nachdem, was man von einer Nanny erwartet – durchaus auch ein Pluspunkt sein.

Kühler Kopf und warmes Herz

Neben allen formalen Voraussetzungen aus den Bereichen Qualifikation und Erfahrung, die eine gute Nanny erfüllen sollte, gibt es auch noch eine ganze Reihe wünschenswerter Soft Skills. Belastbarkeit und Gelassenheit spielen hier eine nicht zu unterschätzende Rolle. Schließlich kann es bei der Betreuung von Kindern durchaus auch einmal ein wenig turbulenter zugehen. Bewahrt eine Nanny auch in solchen Situationen einen kühlen Kopf und kommt ihren Verantwortlichkeiten ideal nach, stellt sie ihre Professionalität bestens unter Beweis.
Die Fähigkeit, die Ruhe zu bewahren, sollte aber keinesfalls mit einer allgemeinen Gefühlskälte oder einer übertriebenen Distanziertheit verwechselt werden. Auch ein warmes Herz, das sich durch einen liebevollen Umgang mit den zu betreuenden Kindern zeigt, ist bei einer guten Nanny gefragt. So bleibt die Nanny nicht nur eine zweckmäßige Betreuungsperson, sondern wird im Idealfall auch zu einer echten Freundin, in deren Obhut sich der Nachwuchs sicher und wohlfühlt.

Der Sympathiefaktor und die Chemie

Es ist bereits angeklungen: Bei der Wahl einer Nanny zählen neben der beruflichen Qualifikation auch weiche Faktoren. Ganz wichtig dabei ist, dass zwischen allen Familienmitgliedern und der Nanny die Chemie stimmt und eine gewisse Sympathie vorhanden ist. Schließlich fügt sich ein gutes Kindermädchen in den Familienalltag ein. Wenn dann aufgrund mangelnder Sympathie zum Beispiel kein angenehmer Small Talk möglich ist, droht die Betreuerin schnell zu einem Störfaktor zu werden. Ob die Nanny ein und dieselbe Wellenlänge der Eltern teilt, lässt sich in einem ersten Schritt bereits in einem Vorstellungsgespräch ansatzweise herausfinden. Ob der erste Eindruck sich bewahrheitet und ob auch die Kinder die Nanny sympathisch finden, lässt sich dann noch einmal im Zuge eines Probearbeitens überprüfen.