Viele verbinden Pflegebedürftigkeit mit einem hohen Alter, aber auch junge Menschen können,aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung, sehr überraschend und plötzlich zum Pflegefall werden. Tritt dieser Zustand ein, so ist es egal in welchem Alter man sich befindet, denn er bringt immer Veränderungen mit sich. Oftmals kann der gewohnte Alltag nicht mehr eigenständig verrichtet werden, Berufstätige können ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen und es wird Hilfe bei den kleinsten Handgriffen benötigt. Diese Situation können Pflegebedürftige nur selten allein meistern und sind daher auf Hilfe angewiesen. Meist werden sie von Angehörigen versorgt, in einigen Fällen kommt ein ambulanter Pflegedienst zum Einsatz und in den seltensten Fällen ist ein Umzug in ein Pflegeheim unumgänglich. Für welche Variante Sie sich, oder Ihre Angehörigen, entscheiden bleibt ganz Ihnen und Ihrer individuellen Situation überlassen. Wir von der Vermittlung für Hauspersonal gutegeister.net möchten Ihnen in diesem Beitrag weitere exklusive Betreuungsmöglichkeiten bei Pflegebedürftigkeit aufzeigen und Ihnen bei den wichtigsten Fragen zur Hand gehen.

 

Pflegebedürftigkeit Hand wird gehalten

© 123rf.com

Pflegebedürftigkeit wirft viele Fragen auf

Nicht immer tritt die Pflegebedürftigkeit schleichend ein und so kann es durchaus vorkommen, dass einer Ihrer lieben Angehörigen von heute auf morgen zum Pflegefall wird. Diese neue Lebenssituation wirft in der gesamten Familie viele Fragen auf und nicht selten sind der Pflegebedürftige und seine Angehörigen mit dieser Situation überfordert. Die häufigsten Fragen die gestellt werden sind: Wie wird Pflegebedürftigkeit überhaupt definiert? Welche Pflegestufen gibt es? Welche Kosten kommen auf uns zu und was zahlt die Pflegeversicherung? Auf diese Fragen geben wir von gutegeister.net Ihnen gerne eine Antwort.

Zunächst einmal sollte geklärt werden, wann eine Pflegebedürftigkeit besteht und wie diese definiert wird.  Als pflegebedürftig werden Personen bezeichnet, die aufgrund einer körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung oder Erkrankung in erheblichem oder sogar höherem Maße auf Hilfe angewiesen sind. Die benötigte Hilfemuss dabei auf Dauer und für voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen. Die Hilfsbedürftigkeit der Person wird in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung vom Medizinischen Dienst überprüft. Dieser vergibt je nach Grad der Pflegebedürftigkeit eine Pflegestufe von 0 bis 3. Je nach Pflegestufe können Pflegegeld und Pflegesachleistungen in verschiedenen Höhen, von der Pflegeversicherung, bezogen werden. Nach den neusten Reformen werden auch psychisch erkrankte, geistig behinderte und vor allem demenzkranke Personen, die zwar keinen hohen Pflegebedarf haben, aber ihren Alltag nicht allein bestreiten können, in das Pflegestufenmodell mit einbezogen. Nachdem diese Hürde gemeistert und die ersten Fragen geklärt wurden, steht der Überlegung einer erstklassigen Versorgung und Betreuung nichts mehr im Wege. Welche Möglichkeiten sich Ihnen und Ihren Angehörigen bieten erfahren Sie im Folgenden.

 

Qualifizierte Betreuung bei Pflegebedürftigkeit

Frau liest pflegebedürftigem Mann aus Buch vor

© 123rf.com

In Deutschland steigt die Pflegebedürftigkeit von Jahr zu Jahr. Während 1995 gerade mal eine Million Menschen pflegebedürftig waren, lag die Zahl, laut dem Statistischen Bundesamt, 2012 bereits bei 2,5 Millionen. Schätzungen zur Folge wird die Zahl der Pflegefälle im Jahr 2030 bei über drei Millionen Personen liegen. Es wird eine große Herausforderung sein, all diesen Menschen eine erstklassige Versorgung zukommen zu lassen. Wir zeigen Ihnen auf, welche Betreuungsmöglichkeiten es gibt und wie Sie oder Ihre pflegebedürftigen Angehörigen eine exklusive Betreuung erhalten.

  • Pflege im Heim: Auf diesen Punkt möchten wir nur kurz eingehen, denn in der Regel ist ein Umzug in ein Pflegeheim der letzte Schritt und wird nur dann in Anspruch genommen, wenn absolut keine häusliche Betreuung gewährleistet werden kann. Dennoch gibt es viele Personen die in Pflegeheimen leben und die Zahl derer wird sich in Zukunft, aufgrund der steigenden Pflegebedürftigkeit, weiter erhöhen. Pflegeheime haben den Vorteil, dass die pflegebedürftigen Personen rund um die Uhr von geschultem Personal umsorgt werden. Ein großer Nachteil sind die hohen Kosten, die für einen Heimplatz gezahlt werden müssen. Zudem verlassen die wenigsten ihr gewohntes Umfeld und ziehen meist nur ungern aus ihren eigenen vier Wänden.
  • Pflege durch Angehörige: In den meisten Fällen werden Pflegebedürftige durch die eigenen Angehörigen versorgt. Pflegebedürftigkeit bedeutet allerdings einen enormen Zeitaufwand und so kommt es nicht selten vor, dass Angehörige sich mit der Situation überfordert fühlen. Denn die Veränderung der Lebenssituation bringt einige neue Hürden hervor. Viele Angehörige sind gezwungen im Job kürzer zu treten und können sich nicht mehr selbst verwirklichen. Die Doppelbelastung oder manchmal auch Dreifachbelastung zwischen Beruf, eigenen Kindern und pflegebedürftigen Eltern bedeutet Stress. Dieser kann sich negativ auf die eigene Gesundheit auswirken. Zur Unterstützung wird daher oftmals ein- bis zweimal täglich auf einen ambulanten Pflegedienst zurückgegriffen. Das qualifizierte Fachpersonal übernimmt meist die Grundpflege, Behandlungspflege sowie weitere Hilfsmaßnahmen.
  • Pflege durch persönliche Betreuung: Dies ist sicher die exklusivste Variante, wenn es um die Versorgung bei Pflegebedürftigkeit geht. Sie oder Ihre pflegebedürftigen Angehörigen können dabei wie gewohnt in der eigenen Wohnung weiterleben und erhalten eine persönliche und professionelle Betreuung auf hohem Niveau an Ihre Seite. Die Fachkräfte übernehmen dabei alle wichtigen Aufgaben die in Ihrem Haushalt anfallen. Egal ob es sich dabei um die Zubereitung der Mahlzeiten, die Reinigung der Wohnräume oder pflegerische Tätigkeiten handelt. Die perfekt geschulten Mitarbeiter begleiten die Pflegebedürftigen im Alltag und erleichtern ihnen diesen durch Kompetenz und einem hohen Maß an Aufmerksamkeit. Wichtig ist hierbei natürlich auch, dass die Chemie stimmt. Da beide Parteien viel Zeit miteinander verbringen, sollten die Sympathien auf Gegenseitigkeit beruhen. Dann steht einer erstklassigen und persönlichen Betreuung bei Pflegebedürftigkeit nichts mehr im Wege.

Für welche Art der Pflege Sie sich entscheiden, bleibt selbstverständlich Ihnen und Ihren Angehörigen überlassen. Ebenso spielen hierbei die Lebensumstände eine entscheidende Rolle. Im Grunde sollte allerdings bei Pflegebedürftigkeit nicht gespart werden. Deshalb ist die Variante einer persönlichen und kompetent geschulten Betreuung sicher die beste Wahl. Denn nur so kann eine individuelle Pflege in den eigenen und gewohnten Räumlichkeiten gewährleistet werden.