Schwarzarbeit ist keine Seltenheit und gerade in Privathaushalten werden immer noch zahlreiche Dienstleistungen unter der Hand bezahlt. Zum Beispiel für die Ausführung von Gartenarbeiten, für handwerkliche Arbeiten im Haus oder auch für die Putz- und Haushaltshilfe. Den meisten Menschen geht es hier darum, möglichst viel Geld einzusparen, sie vergessen dabei aber, dass Schwarzarbeit auch Gefahren mit sich bringen kann.

Die Gefahren der Schwarzarbeit

Nur die wenigsten Haushaltshilfen und andere in privaten Haushalten tätige Arbeitnehmer sind über einen ordentlichen Vertrag eingestellt und offiziell anmeldet worden. Schwarzarbeit ist dabei kein kleines Vergehen, sondern wird geahndet und oft bedeuten hohe Nachzahlungen den finanziellen Ruin. Im schlimmsten Fall passiert Ihrem schwarz Angestellten ein Unfall während der Arbeit. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt die Kosten dann zwar, holt sich diese aber später beim Auftraggeber zurück, der keinerlei Abgaben zur Versicherung gezahlt hat.

Welche Strafen drohen

©123rf.com

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Die Strafen, falls Sie jemanden schwarz beschäftigen, fallen je nach Fall teilweise gravierend aus. Kann nachgewiesen werden, dass Sie zum Beispiel eine Putzhilfe oder eine Nanny schon seit vielen Jahren schwarz beschäftigen, müssen alle Sozialabgaben nachgezahlt werden. Zudem drohen hohe Geldstrafen, Bußgelder wegen Steuerhinterziehung und in besonders schweren Fällen sogar eine Freiheitsstrafe. Sind Sie kein Unternehmer, ist hier zwar nicht mit langen Freiheitsstrafen zu rechnen, die Geldstrafen können Sie dennoch in große Geldschwierigkeiten bringen. Beschäftigen Unternehmen Angestellte schwarz, gehen die Behörden härter vor und auch Freiheitsstrafen von bis zu 10 Jahren können hier verhängt werden. Die hohen Nachzahlungen und Strafgebühren können hier auch das Auf für das Unternehmen bedeuten.

Wenn der Schwarzarbeiter Fehler macht

Wird ein Angestellter schwarz beschäftigt, kann er auch für Fehler nicht verantwortlich gemacht werden. Wurden zum Beispiel Elektroanschlüsse falsch verlegt oder es kommt durch fehlerhafte Arbeiten sogar zu Wasser- oder Feuerschäden, gibt es keine Gewährleistung. Der Auftraggeber, der einen Handwerker schwarz beauftragt, hat demnach auch keinen Anspruch auf Schadensersatz für den Fall, dass etwas schiefläuft. Die vermeintliche Preisersparnis kann so schnell im Gegenteil enden und zur finanziellen Belastungsprobe werden.

Vorsicht auch bei vermeintlich Selbständigen

Einige Handwerker bzw. Dienstleister geben vor, selbständig tätig zu sein, sodass dem Arbeitgeber keine Lohnzusatzkosten entstehen. Einen echten Selbständigen erkennen Sie jedoch schnell an den Preisen, die er pro Stunde nimmt. Liegt der Stundenlohn hier auffällig niedrig, können Sie davon ausgehen, dass dieser Selbständige evtl. ‚schwarz‘ arbeitet und keine Abgaben zu einer eigenen Unfallversicherung zahlen kann, sodass er im Falle eines Unfalls nicht ordentlich abgesichert ist. Sie als Arbeitgeber sollten daher prüfen, ob es sich wirklich um einen selbständigen  Dienstleister  handelt, oder Sie beauftragen eine  professionelle Agentur für Haushaltspersonal.

Auch Arbeitnehmer tun sich mit Schwarzarbeit keinen Gefallen

Wenn jemand schwarz arbeitet, hat er gegenüber dem Auftraggeber keinerlei Rechte. Das heißt, zahlt der Auftraggeber nicht den vereinbarten  Lohn, hat der Schwarzarbeiter das Nachsehen. Einklagen geht in diesem Fall nicht, da es sich ja um keine angemeldete Tätigkeit handelt. Auch die fehlenden Sozialabgaben sind ein Nachteil, denn schließlich gehen diese nicht zuletzt auch an die Rentenkasse, die den Arbeitnehmer im Alter absichern sollen. Arbeitet jemand jahrelang schwarz und sorgt nicht privat für die Rente vor, droht im schlimmsten Fall die Altersarmut. Auch in die Arbeitslosenversicherung wird bei Schwarzarbeit nicht eingezahlt, sodass Ihnen dann bei Arbeitslosigkeit auch dieses Geld fehlt. Auch nebenbei gelegentlich schwarz zu arbeiten, ist nicht erlaubt. Vor allem, wenn man Bezieher von Sozialgeldern (Arbeitslosengeld 1 und 2 oder Sozialhilfe) ist.

Was nicht als Schwarzarbeit gilt

Nicht jede Tätigkeit muss gleich angemeldet werden. Handelt es sich um gelegentliche Aushilfen beim Nachbarn oder bei Freunden, zum Beispiel mal die Wohnung streichen oder beim Umzug helfen, kann diese Tätigkeit mit einer geringen Aufwandsentschädigung bezahlt werden, ohne gleich als Schwarzarbeit zu gelten. Also nehmen Sie besser direkt Kontakt zu einer professionellen Vermittlungsagentur auf!